[Bild: Pegasus-Titelbild]

Das Projekt PEGASUS

Hochautomatisierte Fahrfunktionen sind technisch umsetzbar, wie zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den vergangenen Jahren gezeigt haben. Inzwischen wurden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung automatisierter Fahrfunktionen im Straßenverkehr geschaffen. Bevor jedoch aus Prototypen für das hochautomatisierte Fahren Serienfahrzeuge werden, muss nachgewiesen werden, dass diese Fahrzeuge ausreichend sicher sind.

Dazu müssen die Fahrzeuge mit ihren automatisierten Fahrfunktionen in einer Vielzahl von Verkehrssituationen getestet werden. Im realen Verkehr entstünde durch diese Tests ein immenser Kosten- und Zeitaufwand, der einer Anzahl von weit über 100 Millionen zurückgelegter Testkilometer entsprechen würde. Zudem müsste bei jeder Änderung an einer automatisierten Fahrfunktion ein erneuter Nachweis für deren Sicherheit durchgeführt werden.

Genau diesem Problem hat sich das Projekt PEGASUS angenommen. Im Rahmen des Projekts wurde ein einheitliches Vorgehen beim Testen und Erproben automatisierter Fahrzeugsysteme in der Simulation, auf Prüfständen und in realen Bedingungen definiert. Es wurde eine durchgängige und flexible Werkzeugkette zur Absicherung des automatisierten Fahrens entwickelt und die Tests wurden bereits zu einem frühen Zeitpunkt in die Entwicklungsprozesse integriert. Zudem wurde eine herstellerübergreifende Methode zur Absicherung hochautomatisierter Fahrfunktionen geschaffen.

Dienstleistungen zur Absicherung des automatisierten Fahrens

Im Projekt PEGASUS hat die fka eine Datenbank entwickelt, mit deren Hilfe relevante Verkehrsszenarien für die Absicherung nutzbar gemacht werden. Hierzu wurden Daten aus unterschiedlichen Quellen (Feldversuche, Unfalldatenbanken, Simulation, UAV etc.) zunächst harmonisiert und anschließend mit einer einheitlichen Prozesskette weiterverarbeitet. Auf diese Weise können Testspezifikationen für die Freigabe von hochautomatisierten Fahrfunktionen basierend auf in den Datenquellen enthaltenen Szenarien abgeleitet werden.

Das übergeordnete Ziel der Datenbank ist die Sammlung von relevanten Szenarien, die sonst beim „Freifahren“ einer Funktion durch eine hohe Anzahl an Testkilometern zustande kommen würden, um so den Nachweis der Funktionssicherheit sehr viel effizienter führen zu können. Mithilfe der Datenbank müssen diese Szenarien im Absicherungsprozess nicht jedes Mal neu erzeugt, sondern können direkt in geeigneten Versuchsumgebungen hinsichtlich der Wirkung der hochautomatisierten Fahrfunktion analysiert werden.

Unser Beitrag

Basierend auf dem Wissensgewinn und den Erfahrungen der fka aus dem Projekt PEGASUS sind eine Reihe von Dienstleistungen entstanden, welche die fka ihren Kunden anbietet:

Szenarienbereitstellung / -erhebung

Die fka ist in der Lage, mittels einer eigens entwickelten Methode aus Drohnendaten (levelXdata) Real-World Szenarien zu generieren. Hierzu werden die Daten der Drohnendatensätze, wie bspw. dem highD Datensatz, mittels der Datenbankmechnik in Szenarien konvertiert. Dabei wird das entwickelte Szenarienkonzept angewendet, welches aus dem 6-Ebenen Modell abgeleitet wurde.

Datenverarbeitung

Bei einer entsprechenden Qualität der Ausgangsdaten können wir Ihre Daten aus unterschiedlichen Quellen in das Eingangsformat der PEGASUS-Datenbank konvertieren. Dazu hat die fka eine Minimalanforderung an die notwendigen Signale und Signalqualität definiert.

Szenarienextraktion

Wir führen für Sie eine automatisierte Extraktion von Szenarien anhand der PEGASUS Methodik aus Eingangsdaten unterschiedlicher Quellen durch. Die Datenmüssen eine den Spezifikationen entsprechende Qualität aufweisen und im PEGASUS-Datenformat vorliegen. Für PEGASUS Szenarien wird eine 360° Rundumsicht vorausgesetzt, um eine Abbildung im Szenarienkonzept zu ermöglichen.

Szenarienauswahl

Auf der Basis einer Spezifikation wählen wir Szenarien aus der PEGASUS-Datenbank für Sie aus. Hierzu müssen die Anforderungen an die Testmethoden vorliegen.

Lokale Datenbank

Die Anwendung der PEGASUS-Datenbankmechanik ist ebenfalls lokal möglich. Dazu stellt die fka eine lokale Version der Datenbankmechanik zur Verfügung, die mit eigenen Daten befüllt werden kann. Die Datenbankmechanik errechnet aus den eigenen Daten entsprechende Verteilungsparameter und Kennwerte.

Unsere nächsten Schritte

Die PEGASUS-Datenbank und die entsprechende Datenbankmechanik sind im Rahmen des PEGASUS Projekts konzipiert, umgesetzt und erprobt worden. Auf dieser Basis steht die fka GmbH im engen Austausch mit internationalen Industriepartnern, um den sich weiterentwickelnden Anforderungen gerecht zu werden.

Sie haben Interesse an der Datenbank? Dann kontaktieren Sie uns gerne jederzeit unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Aktuell ist die fka GmbH als Unterauftragnehmer im nationalen V&V Methoden Projekt des BMWi tätig. In diesem Projekt stellt eine urbane Kreuzung den Anwendungsfall dar. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der Webseite unseres Kooperationspartners, dem Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen University.

Die Meilensteine des Projekts:

Halbzeit Event und Symposium

Am 8. und 9. November 2017 fand am Institut für Kraftfahrzeuge (ika) in Aachen das Halbzeitevent und ein internationales Symposium statt, bei dem alle Projektpartner ihre Zwischenergebnisse präsentierten.

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Abschlussevent

Am 13. und 14.Mai 2019 fanden die PEGASUS Abschlussveranstaltung und das finale PEGASUS Symposium statt.

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Automated Vehicle Symposium 2019

Breakout Session Safety Assurance (Orlando, 15-18. Juli 2019)

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Prüfstände

Ihr Ansprechpartner

Your contact

[Foto: Adrian Zlocki]

Bereichsleiter Automatisiertes Fahren
Dr.-Ing. Adrian Zlocki

Manager Business Unit Automated Driving
Dr.-Ing. Adrian Zlocki

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Telefon: +49 241 8861 219

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