[Foto: Sensorkonzept für hörendes Fahrzeug]

Sensorkonzept für hörende Fahrzeuge

Das Fahrzeug der Zukunft muss hören können. Die Geräusche, die unsere Fahrzeuge im Straßenverkehr umgeben, liefern wichtige Informationen über die aktuelle Verkehrssituation, das Wetter und die Straßenbedingungen sowie andere Verkehrsteilnehmer. Die Akustik im Inneren der Fahrzeuge wird immer weiter optimiert, um den Komfort des Fahrers oder der Fahrerin zu steigern, doch dadurch werden wichtige Außengeräusche weniger deutlich wahrgenommen. Das Wahrnehmen oder Nicht-Wahrnehmen dieser Geräusche kann die Fahrweise erheblich beeinflussen und so zu einem Sicherheitsrisiko werden.

Die Lösung für dieses Problem ist ein Sensor im Fahrzeug, der genau wie das menschliche Ohr funktioniert. Ein Anwendungsbeispiel ist die Sirene eines Einsatzfahrzeugs, auf die der Fahrer der Situation entsprechend reagieren muss. Das hörende Fahrzeug kann den Fahrer in einer solchen Situation durch zusätzliche Informationen und Handlungsempfehlungen unterstützen. Außerdem ist bei der fortschreitenden Automatisierung von Fahrzeugen die Erfassung aller akustischen Signale unumgänglich. Ab SAE-Level 3 gibt der Fahrer die entscheidenden Fahraufgaben komplett an das Fahrzeug ab und muss nur auf Anfrage des Systems selber eingreifen. Deswegen müssen automatisierte bzw. autonome Fahrzeuge Warnsignale erkennen und darauf reagieren können.

Die fka hat in einem interdisziplinären Team bestehend aus Experten der Akustik, der Elektrik/Elektronik und des automatisierten Fahrens ein System realisiert, welches ein Testfahrzeug Geräusche aus dem Straßenverkehr erkennen und angemessen darauf reagieren lässt. Das akustische Sensorkonzept wurde hierbei unter Berücksichtigung eines umfangreichen Verständnisses der Ziel- und Störgrößen gewählt. Das Sensorkonzept kann den Belastungen im realen Fahrzeugbetrieb standhalten und die Anforderungen der verschiedenen Funktionen erfüllen. Diese Herausforderungen wurden durch das Know-How in allen Domänen des Kraftfahrzeuges und basierend auf bereits gewonnenen Erkenntnissen in diesem Themengebiet gelöst.

Das interdisziplinäre Team der fka sowie der wissenschaftliche Kooperationspartner, das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University, sind damit direkt an der Umsetzung des Hörsinns des Menschen im Fahrzeug beteiligt: Von der Erfassung des Signals, der Übertragung und Verarbeitung bis hin zur Reaktion. Hierzu wurden bereits verschiedene ganzheitliche Lösungsansätze umgesetzt und erfolgreich als Prototyp in einem Fahrzeug auf der Teststrecke des ika getestet. Neue Ideen, Technologien und Anforderungen werden effizient bewertet und anschließend nach Automotive Grade umgesetzt.

Sie suchen nach weiteren Informationen oder haben Interesse an einer Zusammenarbeit? Sprechen Sie uns gerne jederzeit zu diesem Thema an. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

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